Jochen Schmiddem, vom Tischler zum Industriedesigner.

Der Berliner Bad-Designer Jochen Schmiddem, Jahrgang 1961, ist in der Branche eine wahre Ausnahmeerscheinung. Nach der Ausbildung zum Möbeltischler und dem Fachabitur für Gestaltung widmete er sich zunächst der Malerei und Bildhauerei. Später wechselte er dann aber zum Produktdesign und beendete das Studium in Wuppertal. Nach dem Studium arbeitete Schmidden fünf Jahre lang bei Phoenix Produkt Design, bevor er 1997 in Berlin sein eigenes Studio für Design eröffnete, wo er heute mit zwei Mitarbeitern für viele namenhafte Firmen in der Bad- und Sanitärbranche seine Entwürfe und Ideen kreiert. Obwohl er mit Produktdesign einen einschlagenden Erfolg vorzuweisen hat, lässt es sich Jochen Schmidden nicht nehmen, alle zwei, drei Jahre eine Ausstellung seiner Malerei zu organisieren und entwirft nebenbei noch so außergewöhnliche Dinge wie Milchzapfautomaten, einen erdbebensicheren Pyramidenbau, Möbel und Teppiche. Für Keramag entwickelte Schmiddem das praktische und funktionale Bade- und Duschwannenprogramm "Primera". Für Bette entwarf er die Modelle "BetteFocus" und "BetteSchmidden". Mit Bette arbeitet Schmidden übrigens bereits seit 1998 erfolgreich zusammen und wird auch in Zukunft die Produktpalette des bekannten Wannenherstellers entscheidend mitbestimmen. Darüber hinaus stammt von ihm die Idee für einen Doppelwaschtisch des Natursteinspezialisten Marmor Zimmermann, dessen elegante, schwungvoll schlanken Formen aus griechischen Marmor und edlem Wengeholz eine Wasserwelle symbolisiert. Der Senkrechtstarter des kreativen Designers war allerdings sein Highlight, die für Hansgrohe entwickelte Komplettduschkabine "Cocoon". Das futuristische, ballonartige Gehäuse sieht aus, als könne man sich darin wie in einer Luftblase bewegen. Für diese Kreation erhielt Schmiddem den Design Plus Award 2001 und sogar Steven Spielberg stattete einen seiner Filme mit dieser Dusche aus. Neuester Clou von Schmidden ist eine Wellnessliege aus Naturstein, die er für Marmor Zimmermann entworfen hat. Die Liege kann sowohl mit Warmwasser oder per Elektroheizung betrieben werden. Kalt wird es einem auf diesem spektakulären Möbelstück aus Kalkstein daher nicht.


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Die Fotos in der Kopfleiste dieses Portals wurden uns freundlicherweise von Designer Harald Schnur zur Verfügung gestellt.

 

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